GALERIE

CAROL JOHNSSEN

 

Beate Passow

Tabular and Tasty

OPEN ART Weekend 10.11.12. September
Samstag, den 11. September
Einführung : Prof. Dr. Wolfgang Ullrich um 16 Uhr

Ausstellung: 10. September 2010 bis 30. Oktober 2010

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog

 

CROSSCULTURE
Material: eine Serie von Fotos auf Leinwand mit einer Stickerei versehen,gerahmt
Größe : 100 cm x 80 cm, seit 2005
Die Serie wird ständig erweitert, sie entsteht auf Reisen und zeigt Brüche in der jeweilige Kultur.
Die Brüche werden durch die Stickerei entweder deutlicher gemacht oder ergänzt.

 

FINANCIAL TIMES
Material : 2-teilige Arbeit, auf rosa Rohseide gestickte Aktienkurse der
Financial Times vom 12. September 2001, gerahmt
Größe : 110 cm x 120 cm, 2006
Die beiden gestickten Bilder der Financial Times zeigen kühl und sachlich
einen Aspekt der Katastrophe vom 11.September.2001 .
WORLD MARKETS AT A GLANCE zeigt die Aktienkurse
der einzelnen Länder und damit die Empfindlichkeiten der jeweiligen Systeme.
WORLD STOCK MARKET macht durch die Grafik das Geschehen am Aktienmarkt deutlich.;

 

TRADE-MADE
Material: auf weiße Rohseide gestickt, auf Keilrahmen gespannt, in einer Schattenfuge gerahmt
Größe je : 120 cm x 90 cm , 2009
Eine Serie von neun Bildern wurde auf Seide gestickt.
Die Bilder zeigen Kreditkartenauszüge der Deutschen Bank.
Die Protagonistin ist auf neun Kunstmessen gereist um eine Sammlung von zeitgenössischen
Zeichnungen anzulegen. An Hand der Auszüge kann man die Käufe sowie das kulturelle Angebot
der jeweiligen Messestädte nachvollziehen.
Sie war auf der Art Miami, Frieze London, Artforum Berlin, Shanghai Contemporary, Art Basel,
Art Brüssel, Art Dubai, Arco Madrid und der Fiac Paris.
Die Kreditkartenauszüge zeigen das Portrait einer Kunstsammlerin, die immer mutiger wird bei
ihren Ankäufen, gleichzeitig spiegeln sie den Hintergrund einer bestimmter Käuferschicht des Jahres 2009.

 


Der Kunstmarkt als Kunstobjekt
APPLAUS Kulturmagazin 9/2010

Der Kunst im Allgemeinen, also alle Gattungen über greifend, wohnt die Fähigkeit zur Selbstvergewisserung, Selbstbefragung und Selbstreflexion inne. Die Münchner Künstierin Beate Passow macht sich diese Fähigkeiten für ihre Analytik des Kunstmarks zunutze. Ein Jahr lang hat Beate Passow die Fiac Paris, die Arco Madrid, die Art Dubai, die Art Brüssel, die Art Basel, die Shanghai Con temporary, das Artforum Berlin, die Frieze London und die Art Miami besucht, jene Messen also, die zu den Wall fahrtsstätten eines internationalen Kunstbetriebs gewor den sind. Mit einer Legende versehen — Unternehmerin, Jahrgang 1965 — wurde sie auf den Messen wie eine Samm lerin tätig, die eine Zeichnungssammlung aufbauen wolle. Die prosaischste Form, in der diese Tätigkeit ihren Nieder schlag fand, sind zahlreiche Kreditkartenauszüge. Sie sind der Künstlerin dann zu Ausgangsmaterialien für ihre eige ne Konzeptkunst geworden. Unter dem Titel Trade-Made zeigt die Schwabinger Galerie Carol Johnssen eine Serie von neuen Arbeiten. Beate Passow hat dabei die Kreditkar tenauszüge auf weiße Rohseide sticken lassen. Solcherart haben sie sich also selbst zu Kunstwerken verwandelt. Und die so entstandenen Kunstwerke zeigen Mechanismen des Kunstmarktes ebenso auf, wie sie die Geldströme des welt umspannenden Betriebs offenlegen.  

Rüdiger Heise


Artikel im Münchner Merkur am 4./5. September 2010

openart passow

 

 

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